Raumzeichnung Hennigsdorf - ein gebäudeumfassendes Konzept

   
 

Gebäude mit Raumzeichnung im Querschnitt
 
Eingangshalle, Untersicht der Galerien

 


Dirk Rathke: Raumzeichnung für Hennigsdorf - Konzeptbeschreibung

Der "Schornstein" bildet im Gebäude ein zentrales architektonisches Element, er steht in der Mitte des Gebäudes, verbindet die beiden Gebäudehälften und überragt sie. Er ist ein optischer Schwerpunkt und bildet einen Gegensatz zu den Senkrechten und Waagerechten im Gebäude. Im "Schornstein" befindet sich auf dem Dach ein wichtiger Raum, der Konferenzraum.

Ausgehend von der ovalen Form des "Schornsteins" habe ich ein Raum- bzw. Wandzeichnungskonzept für das ganze Haus entworfen. Die Zeichnung auf den Wänden und Decken nimmt die Grundform des "Schornsteinovals" auf, und läßt dieses an verschiedenen Stellen im Gebäude als Ovalfragmente auftauchen. Dadurch ist die Form gegenwärtig, dient als Konzept/Klammer, gleichzeitig als Symbol für das Haus und kontrastiert die funktionale Architektur.

m Haus finden wir an unterschiedlichen Flächen, senkrechte, waagerechte, Ellipsenfragmente. Diese visualisieren das Verhältnis der einzelnen Ebenen/Flächen der Architektur zum "Schornstein" und setzen eine zusätzliche Spannung in das Gebäude. In der Eingangshalle sollen mehr die Decken der Galerien als die Wände in lockerer Dichte bezeichnet sein und sich dem Betrachter in Untersicht zeigen. Die Decken betonen die waagerechte Raumebene. Dem Betrachter soll der Eindruck von Offenheit, Transparenz, Vielschichtigkeit und ein Nach-oben-Streben vermittelt werden. Das Treppenhaus dagegen soll mehr vertikal bezeichnet werden, um dem Treppensteigenden die vertikale Ortsänderung erleben zu lassen. Im Sitzungsraum gipfelt das Raumkonzept in eine mehr oder minder geschlossene Zeichnung auf einer gekrümmten Wand (hier soll das Raumkonzept offengelegt, das Erlebnis in Erkenntnis überführt werden). Sie nimmt ebenfalls das Motiv des "Schornsteinvals" auf. Die mehrfarbige Wandarbeit bildet sich aus mehreren Ellipsen und deren Fragmente, die in verschiedenen Positionen zueinander angeordnet sind und die Vielschichtigkeit und Ebenen des Hauses symbolisiert. Die Zeichnung soll nicht als "Wandmarkierung", sondern schon in ihrer räumlichen Illusion erlebt werden.

Zur Vervollstädigung des Raumkonzeptes können im Eingangsbereich die Glastrennflächen gestaltet werden. Im Konferenzraum sollten die Möbel (Sitzungstisch, Siteboard etc.) dem Konzept angepasst werden. Zu beachten wäre eine Abstimmung mit Elementen wie: Lampen, Fußbodenbelag, Wandanstrich, Deckengestaltung, Türfarben etc.
Als Material für die Wandzeichnung kommen Pastellkreide mit Fixativ oder eine gute Wandfarbe in Frage.

Abb. im Text:Treppenhaus

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