|
Dirk Rathke
> Ausstellungen 20. Mai - 02. Juli 2006 Di - Fr: 10 - 18.30 h |
|
|
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Text zur Ausstellung Die Galerie Carmen Weber freut sich erstmals die Arbeiten des jungen Berliner Künstler Dirk Rathke in einer Einzelausstellung in der Schweiz präsentierten zu dürfen. Mit seinen monochromen Bildwerken stösst Dirk Rathke immer wieder an die Grenzen der Malerei. Denn je nach Standort des Betrachtes verändern die Bildobjekte ihre Gestalt, d.h. der Bildraum wird unentwegt durch die Interaktion von Betrachter und Umgebung neu gestaltet. Die von Rathke entworfenen Bildobjekte könnte man daher auch als "reduzierte Wandskulpturen" betrachten. Die neuen, monochromen Arbeiten von Dirk Rathke sind wesentlich farbintensiver, d. h. die bis anhin meist grautonig gehalten Farbwerte sind heute weiss- bzw. dunkelgrautonig, in blauen, roten, orangenen und gelben Tonwerten. Dieser Prozess nimmt aufgrund der fein modifizierten Maltextur und Pigmenteigenschaften (körnig bzw. glatt, glänzend bzw. matt) sehr viel Zeit in Anspruch, da der Schattenwurf sowie die Verschattung der einzelnen Farbtöne äusserst bewusst berücksichtigt werden müssen. Dadurch wird das Wirkungsspektrum der unterschiedlichen, fein aufeinander abgestimmten Farbgebungen des Bildträgers intensiviert. Wie Dirk Koppelberg bereits treffend formulierte, sind die Curved Canvases von Dirk Rathke mehr als nur ein Bild im herkömmlichen Sinne: Es sind Bildobjekte, welche durch ihre charakteristische jeglichen bis anhin gewohnten Rahmen des klassischen Bildes sprengen. Die Grundformen der Bildobjekte sind in der Regel Quadrate oder Rechtecke, welche einfach bzw. mehrfach in Segmente geteilt sein können, um anschliessend einzeln um ihre eigene Achse gedreht zu werden damit neuartige Bildformen entstehen können. Die zusätzliche Bildtiefe - genauer der physisch sichtbare Bildraum der Objekte - entsteht dadurch, dass die sog. Bildfläche entweder an einer oder zwei Ecken kontinuierlich zu den anderen zwei oder drei Ecken ab- bzw. zunimmt. Folglich vermittelt die straff gespannte Leinwand eine leicht konkave oder konvexe Bildoberfläche. Bei den neusten Werken Rathkes sind die "Rahmen" wellenförmig zugeschnitten, wodurch die Oberfläche der Bildobjekte ebenfalls diagonale Wellen schlagen. Die Lichtbrechung und die damit einhergehende Farbraumgestaltung werden intensiviert. Den Arbeiten Dirk Rathkes wird so eine spezifische Identität durch das Zusammenspiel von Form, Farbe und Raum ermöglicht, wobei der Betrachter einer der zentralen Momente ist, um die Bildlogik der Werke zu begreifen Andrea Klepzig Schlamp |
||
|
Seite drucken | als Link versenden | schließen | e-mail |